30. Januar 2016

Inmitten der Holsteinischen Schweiz, umgeben von Seen, wurde der scheunenartige Rinderstall von 1920 schon etliche Jahre nicht mehr für die Viehwirtschaft genutzt. Teilweise verfallen und von Efeu bewachsen, beherbergte das Gebäude zuletzt jede Menge Gerümpel und alte Autos.

Ziel des Teilumbaus war es, eine moderne Wohnnutzung zu etablieren, die auf verschiedene Weise die zauberhafte Umgebung und den Geist des alten Gemäuers einbezieht. Der ursprüngliche Charakter des Gebäudes und der Hofanlage sollte dabei erhalten bleiben.

Während im Obergeschoss nur in bestehende Öffnungen neue Fenster gesetzt wurden, so öffnet sich im Erdgeschoss die Südfassade mit übergossen Öffnungen zum See. Die bis zu drei mal drei Meter großen Holzfenster lassen Innen und Aussen verschmelzen.

Die unverputzte Innenwand aus Backstein wurde nur leicht geschlämmt und spielt eine zentrale Rolle im Raum. Sie integriert zum einen den Tunnelkamin und verbindet dadurch den Wohn- mit dem Klavier- und Essraum. Zur Wohnraumseite beherbergt und versteckt sie die technischen Elemente der Küche.
Im Obergeschoss erzeugt das Gebälk und die niedrigen Decken des ehemaligen Heubodens einen wohligen, geborgenen Raum – mit sensationellem Ausblick – der die Funktionen: Schlafen, Bad, Ankleide und Büro vereint.